Vom Fliegen

2014 kam mir die Idee ich könnte ja mal Fallschirmspringen. Ja schon vorher hatte ich gelegentlich schon mal dran gedacht. BungeeJumping ist hingegen nichts für mich. Fallen, fliegen und ja Achterbahnfahren sofort. Beim BungeeJumping zieht einen ja die Gummieleine, die bestimmt keine Gummieleine ist, wieder nach oben…ich stelle mir da gern vor wie sich da mein Magen weigert wieder mit mir in die Höhe zu steigen und er durch die Verbindung mit anderen Organen und die Körperhülle zwar dazu gezwungen wird…er sich aber flux in nicht messbarer Zeit entscheidet sein Inhalt schnell zu entledigen. Nicht Erstrebenswert wie ich finde. Aber zurück zum Fliegen…

…Fallschirmspringen sollte es sein. Gut mach ich. Google war mir schnell behilflich beim Erstöbern einer zu erreichbaren Adresse. Also ich auf diese Seite und was plöpt auf…

Warum einen Rundflug wenn man nicht auch selbst fliegen kann. Schnupperflug…und ja sie fliegen wirklich das Flugzeug. JAWOLL! Gemacht!
Es war ein leichtes Kontakt aufzunehmen und einen Termin zu finden. Ich brauche nicht lang rumreden. Ich habe mich nur zwei Tage geziert und mich nach dem Flug für eine Pilotenausbildung entschlossen. Voraussetzungen schnell geklärt und Ärztliche Unterlagen kein Problem…bin fitter als manch 10 Jahre jüngere Menschen. August, September, Oktober und November viel geflogen und Theorieprüfung gemacht+Pyro und Funk.
Aufgrund schlechten Wetters war nicht viel mit Fliegen im Dezember.

2015

Januar, Februar kak Wetter oder ich hatte keine Zeit, fühlte mich nicht fit genug oder Dienst. März ein Flug und April ein Flug.
Es sollte nicht sein in diesem Jahr mehr zu Fliegen. Es stand anderes auf dem Plan…jaja so kann’s sein. Ich beschloss mir keinen Stress zu machen und es so zu nehmen wie es kommt. Gute Entscheidung, denn in diesem Jahr habe ich meine Amerikanische Familie und viele Menschen kennengelernt die ich auf keinen Fall missen möchte! LA eine wunderbare Stadt …Califonia ein Land lieben gelernt. Aber dazu mal an anderer Stelle mehr.

2016

Genau ein Jahr nach meinem letzten Flug saß ich das erste Mal wieder im Flugzeug. Was für ein überwältigendes Gefühl. Stimmen im Kopf riefen mir gelegentlich zu mir das nochmal ganz genau zu überlegen. Ist ja nicht gerade günstig son Flugschein…und warum nochmal?
Keine Chance. Auch eine richtig beschissene Flugstunde gleich am Anfang hielt mich nicht davon ab weiter zu machen.

Stand der Dinge ist grade, das ich auf gutes Wetter hoffe um mich langsam auf meinen ersten Alleinflug vorzubereiten.  Fliegen ist nicht schwer. Starten und landen…eine Kunst! Der Startvorgang und die Landungen, die ja wie jeder sich vorstellen kann von Wichtigkeit sind, ohne eingreifen des Fluglehrers steht in Verbindung mit immer wieder fliegenden Platzrunden an. Immer öffter gelingt mir das  gut. Das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl! Ebenso eine noch zu meisternde Aufgabe ist das Funken. Ich habe das kl. Funkzeugnis jedoch fehlt mir einfach durch die lange Pause die Übung und Routine.
Ein paar Worte möchte ich hier an dieser Stelle lobend über meinen Fluglehrer schreiben. Jemanden etwas lehren, beibringen zu wollen ist eine Kunst. Ich habe in meinem Leben schon sehr unfähige Lehrer getroffen oder aushalten müssen und bin sehr froh das mir das Universum diesen wunderbaren Lehrer geschickt hat. Lehrer sein ist nicht einfach…ich war lange Zeit ein mieser Beifahrer! Ehrlich…ich hab sogar mal einer Freundin gesagt…los Steig aus das geht gar nicht ich fahre! Ein wunder das meine Freundin tatsächlich ausstieg und mir nicht sagte ich soll aussteigen…*lach*
Der Grund warum ich meist der Fahrer war und ich bin so behaupte ich mal ein guter Autofahrer mit sehr guter Orientierung und Belastungsgrenze. Ich fahre gern. Wo war ich….ach ja, Fahrlehrer sein ein Grauen sondergleichen… zu dieser Zeit für mich. Der unterschied hierbei…ein Auto kann man anhalten, mal aussteigen und tief durchatmen um dann wieder weiterzufahren. Ein Flugzeug…ist da eine andere Herausforderung und das besonders für den Lehrer. Was für ein tiefes vertrauen ein Fluglehrer in seinen Schüler legt wenn dieser eine Notlandung auf dem Platz ohne Motor machen soll. Sein Flugschüler im Anflug schon tief unten ist und nicht noch etwas Schleppgas einlegen kann um nicht zu kurz zu kommen. Wahnsinn! Ich habe die Landung gemacht, allein und ich muss gestehen mit etwas bedenken… ob ich anstatt auf der Landebahn doch schon früher runterkomme…auf Wiese aufsetze. Symbolisch zog ich kurz die Beine hoch als wir über die Bäume schwebten die den Flugplatz umgeben. Ist so ähnlich wie wenn manche Menschen den Kopf einziehen wenn sie mit einem höheren Fahrzeug z.B. VW Bulli + Dachgepäckträger in ein Parkhausfahren und sorge haben …es könnte doch nicht passen. Es passte perfekt und ich setzte das Flugzeug geschmeidig auf der Landebahn auf. Hut ab an meinen gelassenen Lehrer der das alles aushält, mich immer positiv verstärkt, lobt und mir eine Menge vertrauen entgegen bringt.

Das Fliegen, etwas was mir in Träumen immer begegnet,  ist für mich im weitesten Sinne Therapie und Heilung! Ich freue mich auf den nächsten Flug, nächste Woche… hoffe ich!

WP_20141003_006
by THBlueStellar 2014
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